Was die beiden mitbringen
Die Sonne steht in der Überlieferung für Willen, Lebenskraft und deine Mitte.
Sie fragt, wofür du leuchten willst. Der Mond steht für Gefühl, Erinnerung und das Bedürfnis nach Geborgenheit. Er fragt, was dich innerlich nährt. Beide Kräfte wollen bei dir gehört werden, auch wenn sie nicht immer dasselbe wollen.
Was das Quadrat daraus macht
Ein Quadrat zählt neunzig Grad Abstand und gilt in der Überlieferung als spannungsreich und fordernd.
Wille und Gefühl stehen bei dir im rechten Winkel zueinander, keiner kann einfach am anderen vorbei. Bei Sonne und Mond heißt das oft, dein Vorhaben und deine Stimmung ziehen an manchen Tagen gegeneinander.
Wie es sich im Alltag zeigt
Du kennst das Gefühl, etwas unbedingt tun zu wollen, während eine innere Unruhe dagegen spricht.
Manchmal setzt du dich über deine Stimmung hinweg und zahlst später dafür. An anderen Tagen lässt du deinem Gefühl so viel Raum, dass dein Vorhaben stehen bleibt. Beides sind Reaktionen auf dieselbe Spannung.
Wenn es gut läuft
Du lernst mit der Zeit, beide Seiten ernst zu nehmen, ohne eine davon zu opfern.
Dein Wille bekommt dadurch mehr Tiefe, weil er auch dein Gefühl kennt. Deine Stimmungen werden ruhiger, weil sie nicht mehr gegen einen starren Willen anlaufen müssen. Du handelst dann aus einer Mitte, die beides trägt.
Worauf du achten kannst
Weiche dem Druck nicht ständig aus, er zeigt dir eine Baustelle in dir.
Ein Quadrat will bearbeitet werden, nicht nur ausgehalten. Frag dich öfter, ob du gerade nur deinem Willen oder nur deinem Gefühl folgst. Was würde die andere Seite dazu sagen?
