Von der Redaktion AstroMaster
Es gibt diese Menschen, die dich in Sekunden auf die Palme bringen. Eine Bemerkung, ein Tonfall, eine Eigenschaft, und in dir kocht es. Die spannende Frage ist nicht „Warum ist der so?", sondern: „Warum trifft mich das so?"
Der Trigger zeigt nach innen
Ein Trigger ist eine überstarke Reaktion auf einen vergleichsweise kleinen Auslöser. Die Heftigkeit kommt selten von der Situation selbst, sie kommt von einem wunden Punkt in dir, den die Situation berührt. Das Außen ist nur der Finger, der auf die Wunde drückt.
Oft ist es etwas, das wir an uns selbst nicht annehmen: Der „Angeber" triggert den, der sich selbst nicht zeigen darf. Die „Faule" triggert die, die sich selbst keine Pause erlaubt. Wir lehnen bei anderen ab, was wir bei uns unterdrücken, das nennt man Projektion.
Warum das eine gute Nachricht ist
Wenn der Trigger nach innen zeigt, dann liegt die Lösung auch innen, also in deiner Reichweite. Du musst nicht warten, dass sich die anderen ändern. Jeder Trigger ist eine kostenlose Einladung, dich selbst besser zu verstehen.
So nutzt du einen Trigger
- Bemerken. „Ich bin gerade unverhältnismäßig wütend/verletzt."
- Nachfragen. Was genau hat mich getroffen, und woran erinnert mich das?
- Die Wurzel finden. Welcher eigene wunde Punkt wurde berührt?
- Umlenken. Statt zu reagieren, bewusst entscheiden, wie du reagieren willst.
Der Mensch, der dich triggert, ist nicht dein Feind, er ist (ungewollt) dein Lehrer.
